27 Dez
Geschichte Athos Berg

Der „heilige Berg“ stellt einen autonomen Teil Griechenlands dar und befindet sich auf der Halbinsel von Athos in Chalkidiki und wird deshalb im Deutschen auch einfach Athos genannt. Athos umfasst zwanzig Klöster und stellt ein wichtiges Zentrum des christlichen Mönchtums dar. Seit 1988 zählt die UNESCO den heiligen Berg Athos zum Weltkulturerbe.

Es war Kaiser Johannes Tsimiskes, der den Begriff „Berg“ eingeführt hat. Die Durchsetzung des Names „heiliger Berg“ kam aber erst in der Zeit des Kaisers Alexius Komnenos I., der in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts diese Bezeichnung anerkannt und festgelegt hat. 

Nach der griechischen Mythologie wird der Berg Athos jedoch mit dem Kampf zwischen den Giganten und den olympischen Göttern in Verbindung gebracht. Der Anführer der Giganten namens „Athoos“warf einen gewaltigen Stein gegen Poseidon; er hat aber das Ziel verfehlt, der Stein fiel ins Meer und erschuf so die Halbinsel, die deshalb auch nach ihm benannt wurde.

Nach einem anderen Mythos hat Gott Apollon sich in Daphne, die Tochter vom König von Arkadia, verliebt. Sie aber, um ihre Reihnheit zu beschützen, floh und hat Zuflucht in einem kleinen Hafen der Halbinsel gefunden, der immer noch nach Ihr benannt ist.

Der Zutritt zum heiligen Berg ist nur Männern erlaubt. Denn nachdem die Gottesmutter als einzige Frau am Berg vorbeikam, wurde der Ort zu ihrem Erbanteil und Garten ernannt. Nach der russischen Tradition begann so auch die christliche Verehrung auf der Halbinsel.